Pressestimmen

„Noch ist die Zeit für den Aufstand nicht gekommen, doch die Risse sind unübersehbar für das Auge der sensiblen Erzählerin. Wie die Hunde im Roman hat sie ein außerordentliches Gespür für die zwischenmenschlichen Beziehungen, für die Zeichen eines kommenden Umsturzes. (…) Ein Roman, der weniger Schockwellen auslöst als vielmehr ein Gefühl der Unausweichlichkeit.”
– Elmar Schenkel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Dieses Gefühl, dass es kein richtiges Leben im Falschen geben kann, prägt die Atmosphäre des gesamten Romans (…) Das Bestechende an Drei Kilometer ist der Umstand, dass seine Autorin nichts versucht, was sie nicht auch beherrscht. Das ambitionierte Metapherngedröhne (…) fehlt bei Nadine Schneider ebenso wie staatstragende politische Eindeutigkeit. Schneiders Sprache ist durchsetzt und grundiert von poetisch aufgeladenen Beobachtungen und Beschreibungen, doch bleibt der Blick der Erzählerin stets auf die engen Verhältnisse fokussiert. Es zählt das, was gerade ist.”
– Christoph Schröder, ZEIT ONLINE

„Mit genauem Blick auf einen Augenblick der Weltgeschichte und ihrer unaufgeregten Erzählstimme gelingt der Autorin ein literarisches Zeitdokument, aber auch eine glaubhafte Geschichte über die Verflechtung persönlicher und politischer Umbrüche.”
Veronika Zwing, Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien

„Der Einsatz der sprachlichen Mittel ist das Beeindruckende an diesem Text: ein unsentimentaler Ton, in den gerade so viel verhaltenes Gefühl gelegt wird, dass die erzählerische Distanz nie aufbricht. (…) Die in Berlin lebende Nadine Schneider versteht es, mit Nuancen umzugehen, und bei der Lektüre vergisst man, dass es sich um ein Debüt handelt – so dicht und klar und souverän ist diese Prosa.”
– Gerhard Zeillinger, DER STANDARD

„Immer wieder findet Nadine Schneider unerwartete und höchst individuelle Sätze und Bilder, um diesen kleinen Lebenshorizont aus seiner scheinbaren Banalität zu heben und den Alltag zum Leuchten zu bringen. Langsamkeit und Beiläufigkeit machen dieses Erzählen stark. Dass die politischen Ereignisse (…) wie nebenbei hereinschauen in das private Leben, macht es möglich, dass man dabei nicht über Altbekanntes nickt, sondern diese Vorgänge unmittelbar erlebt. (…) Man wünscht sich weitere Romane von Nadine Schneider, die so genau erzählen kann und ganz ohne große Erklärungen auskommt.”
– Cornelius Hell, Die Presse

„Die Spannung kommt aus ihrem Erzählen, das immer mehrere Schichten hat, aus der Zerrissenheit, die hier nicht lediglich ausgehalten, sondern als Wert erlebt wird. Und aus den lebendigen Bildern, die uns die Autorin in ihrer präzisen, subtilen Sprache vor Augen bringt.”
– Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland

„Die in Berlin lebende Autorin hat ein schmales, aber beeindruckendes Romandebüt vorgelegt, das gerade aufgrund der sprachlichen Lakonie und der Zurückgenommenheit der Figuren atmosphärisch eine Situation auferstehen lässt, die fernab und im Wirbel der deutschen Wende untergegangen ist.”
Ulrike Baureithel, der Freitag

„Schneiders Sprache ist so stark, bildreich und sinnlich, dass ich den Roman lese, wie ich einen Kinofilm sehe.”
– Marina Büttner, literaturleuchtet.wordpress.com

„Es liegt eine ungewöhnliche erzählerische Ruhe (…) darin, sich so neben die Figuren zu stellen und mit ihnen und durch sie zu sprechen. (…) Neben der Musikalität und dem sicheren „Einsetzen“ von sprachlichen Bildern ist es die Dialog-Sprache, die ebenfalls besticht (…) ein feines Debüt.”
– Carsten Schmidt, Feuilletonscout.com

„Dieser Roman sticht aus der literarischen Masse hervor, weil er auf laute Töne sowie epische Breite verzichtet – und dennoch einiges zu erzählen hat. (…) Leise und mit präziser Bildsprache erzählt Nadine Schneider von dramatischen Zeiten. Und nicht zuletzt zeigt sie uns, dass gute Literatur auch berühren darf. ”
– Begründung Shortlist „Das Debüt” 2019

„Der Autorin ist mit „Drei Kilometer“ ein unspektakulärer und deshalb umso beachtlicherer Beginn einer Schriftstellerinnenkarriere gelungen, die man ihr ebenso wie dem Publikum wünscht.”
– Stefan May, Ö1. Ex libris

„Mit diesem Roman ist Nadine Schneider ein fesselndes Sittengemälde des rumäniendeutschen Dorfes in der Endzeit des Sozialismus gelungen.”
– Edith Ottschofski, Deutschlandfunk. Büchermarkt

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