Dieser Sprache gelingt etwas: atemlos und gleichzeitig
voller Ruhe zu erzählen.


Zsuzsa Bánk

Nadine Schneiders Roman „Das gute Leben“ ist eine große Mütter-Töchter-Geschichte über vier Generationen, ein Buch von Abschied, Neuanfang und der Arbeit des Lebens.

Es ist Spätsommer, und im Garten sind die Trauben reif, als Christina das Haus ihrer Großmutter Anni erbt. Hier, in einem kleinen Dorf bei Nürnberg, ist sie bei Anni aufgewachsen: Anni, die Mitte der sechziger Jahre aus Rumänien nach Deutschland flieht. Anni, die ganz allein ihr Kind und ihr Enkelkind aufzieht und beim Quelle-Versand Pakete packt, die ins Wirtschaftswunderland verschickt werden. Die gegen Einsamkeit, Armut und Fremdsein kämpft, mit Zähigkeit, Kraft und Pflichtbewusstsein. War das das Leben, von dem sie geträumt hat? Oder hat sie beim Leben das Leben verpasst?

Zögernd verabschiedet sich Christina von Anni und ihrem Haus. In der stillen Wärme der letzten Sommertage versinkt sie immer tiefer in ihren Erinnerungen, stößt auf überraschende Fundstücke und fährt auch zu dem inzwischen verlassenen Gelände des Quelle-Versandzentrums. Ihren eigentlich geplanten Urlaub hat sie abgesagt, und von ihrer Arbeit dringen nur gelegentliche Mails zu ihr. Und allmählich erkennt sie, was sie ihrer Großmutter wirklich verdankt: die Freiheit, loszulassen und selbst den Ort zu finden, wo das gute Leben zu Hause ist.

Pressestimmen

Raffiniert komponiert, mühelos auf dem Zeitstrahl hin und herspringend, die kurzen Kapitel motivisch und klanglich ordnend.
Bayerischer Rundfunk, Dirk Kruse, 13.04.2026

[…] ihrer psychologischen Einfühlungskraft, die in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur kaum ihresgleichen hat. […] Schneiders Schilderungen der Topographie der Versandhandelszentrale sind ein kleines Meisterwerk im großen des Romans.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus, 28.03.2026

[…] Schneider [gelingt] ein stiller, poetischer und zugleich tiefgründiger Text, der lange nachwirkt.
literaturkritik.de, Bernhard Walcher, 27.05.2026

Mit beeindruckendem Einfühlungsvermögen für ihre Figuren und sprachlicher Musikalität erzählt Nadine Schneider die Familiengeschichte kaleidoskopartig auf verschiedenen Zeitebenen.
Nina Wolf, SWR Kultur Literaturredaktion

Im detailverliebten, präzisen und bildgewaltigen Schreibstil setzt Schneider die Lebenswelten der vier Frauen zu einem emotionalen Sprachgemälde zusammen.
Heilbronner Stimme, Astrid Link, 09.05.2026

[Schneider] erzählt sanft von einer starken Frau voller Widersprüche […] Eine Geschichte, die tief berührt.
Passauer Neue Presse, Eva Fischl, 27.05.2026

[…] eindringlich und sehr einfühlsam
Angela Wittmann, Brigitte, 07. Juli 2026

Das gute Leben suchen, erkämpfen und erobern sich auch vier Generationen von Frauen in Nadine Schneiders umwerfend präzise beobachtetem, unprätentiös berührendem Roman.
3sat Kulturzeit, Nil Varol, 18.03.2026

Kunstvoll erzählt Schneider von vier Generationen Frauen und ihrem Traum vom guten Leben.
ZDF Morgenmagazin, Peter Twiehaus, 18.03.2026

[…] sensible[r], ergreifende[r] Famlienroman
Freundin, Ulrike Schädlich, 18.03.2026

Ihre Sprache ist unaufgeregt, leise forschend, nachsinnend; ihr Stil ist ganz eigen, unverdorben, melodisch.
Nürnberger Nachrichten, Bernd Noack, 24.02.2026

[…] ein leises, eindringliches Porträt.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.08.2026

Stimmen aus den Literaturblogs

Die Autorin verwebt die Geschichten kunstvoll, wechselt die Zeitebenen und Perspektiven federleicht.
LiteraturReich, Petra Reich, 26.03.2026

Ein sehr gut geschriebener, ruhiger, klug durchdachter und nahezu männerfreier Roman, der Leerstellen nicht scheut, und den ich mit viel Freude gelesen habe.
Mit Büchern um die Welt, Barbara Busch, 22.03.2026

Interview: Nadine Schneider & Oliver Vogel über „Das gute Leben”
Alexandra Roesch reads an English sample of Nadine Schneider’s »What Truly Matters«

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